Gutachten zu Wechselrichterschäden

Verschleiß, Überspannung, Feuchtigkeit oder Produktfehler? Wir zerlegen das Gerät, bestimmen das Bauteilalter und ordnen den Ausfall zu.

Für wen

Der Wechselrichter ist das Bauteil mit der kürzesten Lebensdauer in der PV-Anlage. Nach Überschreiten der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer sind Elektrolytkondensatoren und Leistungshalbleiter die häufigste Ausfallursache. Wir sagen Ihnen, ob ein versichertes Ereignis vorliegt oder ein Betriebsschaden, und was der Ersatz zum Zeitwert kostet.

Geöffneter Wechselrichter mit durchgebrannten Leistungshalbleitern auf der Leistungsplatine, Gutachten zur Ausfallursache
Bild KI-generiert, keine Aufnahme aus einem Auftrag.

Typische Schadenbilder

  • Ausfall nach Alterung von Elektrolytkondensatoren und Leistungshalbleitern
  • Überspannungsschaden mit aufgeplatzten Bauteilen und verdampften Leiterbahnen
  • Feuchtigkeitseintritt durch mangelhafte Abdichtung, auch bei Mikrowechselrichtern
  • Thermischer Verschleiß durch hohe Packungsdichte in Wechselrichterstationen
  • Steckverbindungsdefekt mit Folgeschaden an der Netzteilplatine
  • Unbegründeter Komplettaustausch trotz punktuellem Befund

Beweisfragen, die wir beantworten

  • Liegt ein blitzbedingter Überspannungsschaden oder ein alters- und verschleißbedingter Betriebsschaden vor?
  • Ist das Gerät jenseits der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, und welcher Zeitwert ergibt sich?
  • Ist der geforderte Komplettaustausch technisch notwendig oder ist eine Reparatur möglich?
  • Handelt es sich um einen Fabrikationsfehler mit Produkthaftung des Herstellers?
  • Wie hoch ist der Ertragsausfall während der Stillstandszeit?

So prüfen wir

Systematische Ausschlusslogik: Jede denkbare Ursache wird einzeln geprüft und begründet ausgeschlossen, bis die wahrscheinlichste verbleibt.

  1. Sichtprüfung des Geräts von außen auf Beschädigungen und Einwirkungen
  2. Anforderung und Zerlegung des Schadenguts, Altersbestimmung über die Datecodes der Bauteile
  3. Sichtprüfung der Platinen auf Schmauchspuren, aufgeplatzte Bauteile und verdampfte Leiterbahnen
  4. Feinfokus-Röntgenprüfung der Halbleiter zum Ausschluss verdeckter Überspannungsschäden
  5. Auswertung der Blitzortungsdaten für Schadenort und Zeitraum
  6. Funktionsprüfung und Abgleich des Gerätealters mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer
  7. Prüfung der Reparaturrechnung oder des Angebots auf Marktüblichkeit, Zeitwert nach Bewertungsleitfaden

Das Ergebnis

Das Gutachten ordnet den Ausfall eindeutig zu und begründet den Ausschluss der übrigen Ursachen. Sie erhalten den Zeitwert nach dem Bewertungsleitfaden für ITK-Systeme und Elektronik sowie die Ertragsausfallberechnung aus dem Vergleich der Einspeisemengen.

Häufige Fragen

Muss das defekte Gerät eingeschickt werden?

Ja, wenn die Ursache strittig ist. Wir lassen das Gerät anfordern und untersuchen es im Labor. Ohne Schadengut bleibt nur die Bewertung nach Aktenlage.

Wie lange hält ein Wechselrichter?

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt bei rund acht Jahren. Ausfälle danach sind in der Regel Verschleiß, sofern das Spurenbild nichts anderes zeigt.

Prüfen Sie auch Zentralwechselrichter in Solarparks?

Ja. Wir haben Zentralwechselrichter und Wechselrichterstationen an Freiflächenanlagen untersucht, auch im Rahmen von Gerichtsgutachten.

Anfrage zu diesem Schadenbild

Kurz die Eckdaten, wir melden uns am selben Werktag mit einer Einschätzung zum Vorgehen.

Sie haben einen Fall?

Rufen Sie an oder senden Sie uns die Schadenmeldung mit Ihren Beweisfragen. Wir melden uns am selben Werktag zurück.

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